❤ Erlebnistag Katze – Seminar am 17.11.2019

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Wenn es wärmer wird zieht es nicht nur uns Menschen vermehrt nach draußen. Auch unsere Freigängerkatzen genießen es sich an der frischen Luft aufzuhalten. Damit es bei unbeschwerten und schönen Momenten bleibt, müssen wir uns jedoch vorbereiten.

Denn Flöhe, Zecken und Co. warten nur darauf uns diese herrliche Zeit zu vermiesen. Erfreulicherweise bietet der Markt eine Vielzahl von Prophylaxemitteln, auch wenn die Wirksamkeit von Tier zu Tier recht unterschiedlich ausfallen kann. Die Mittel werden unter anderem als Tropfen für den Nacken (Spot-On), als Puder, Spray oder über ein Halsband (selbstverständlich mit Sicherheitsverschluss) verabreicht. Was beim eigenen Tier wirklich hilft, muss jedoch ausprobiert werden. Der behandelnde Tierarzt wird ein auf die Lebensumstände der einzelnen Katze passendes Produkt empfehlen.

Floh- und Zeckenbefall erkennen

Das dichte Fell der Katzen eignet sich für Zecken und Flöhe hervorragend, um sich darin zu verstecken. Zecken sind als winzige, schwarzbraune Spinnentiere zu erkennen. Haben sie sich bereits festgesaugt, können sie je nach Ernährungszustand als kleines Pickelchen, bis hin zu einer „kugelförmigen Warze“ ertastet werden. Zur Untersuchung sollte man das Fell der Katze am besten täglich bis auf die Haut abtasten. Bei den ersten Zeckenattacken ist es hilfreich sich die Entfernung der Plagegeister vom Tierarzt des Vertrauens zeigen lassen. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Zeckenentfernungswerkzeuge, die auch von Laien leicht angewendet werden können.

Bei Flöhen gilt es ebenfalls das Fell der Katze täglich zu untersuchen, um einen Befall möglichst rechtzeitig zu erkennen. Denn wenn Mieze erst einmal angefangen hat sich zu kratzen, ist der Befall meist schon sehr weit fortgeschritten. Mit einem feinen Flohkamm kann der Flohkot auch bei Tieren mit dunklem Fell leicht entdeckt werden. Gewissheit gibt ein feuchtes Küchentuch, denn darauf zeigt sich bei Befall eine blutrote Verfärbung, wenn man den Kamm darauf abgestreift hat.

Winzig kleine Biester

Gegen Herbstgrasmilben, oder genauer gesagt die Larven der Grasmilben, ist leider kein Kraut gewachsen. Die winzigen Spinnentiere befallen nicht nur Katzen, sondern unter anderem auch Mäuse, Hunde und Menschen. Sie leben vorwiegend in Gärten, auf Äckern und anderen Kulturlandschaften, wo sie sich direkt am Boden und auf Grashalmen aufhalten. Sie sind bereits ab 10°C aktiv, zwischen 25° und 30°C fühlen sie sich jedoch am wohlsten. Es sei denn es wird zu trocken. Denn um sich ideal verbreiten zu können, benötigen sie eine hohe Luftfeuchtigkeit in Bodennähe. Staunasse Böden sind hingegen ungeeignet. Genau wie Zecken, gelangen auch die Larven der Herbstgrasmilbe während des Umherstromerns über Kräuter und Grasbüschel auf die Katze. Dort angekommen ritzen sie mit ihren Mundwerkzeugen die oberen Hautschichten an, wo ihr Speichelsekret einen enorm starken Juckreiz verursacht. Betroffene Katzen kratzen, beißen und belecken die befallenen Bereiche und können sich damit selbst Verletzungen zuführen, was starke Entzündungen zur Folge haben kann. Bei genauem Hinsehen können die Milben als rötliche Schorfkruste entdeckt werden. Besonders häufig betroffen sind Ohren- und Nasenregion, Schwanzspitze und die Zitzen der Katzen. Wird ein Befall festgestellt, sollte unbedingt der Tierarzt aufgesucht werden, da ein Milbenbefall nicht so ohne weiteres selbst behandelt werden kann.

Vorsicht bei Hausmitteln!

Bei allen Maßnahmen gilt es uneingeschränkt Vorsicht walten zu lassen und sich im Vorfeld von seinem Tierarzt beraten zu lassen. Denn es gibt zahlreiche Hausmittel, welche als „natürliche“, „chemiefreie“ Wundermittel angepriesen werden. Leider können diese bei falscher Dosierung oder in Kombination mit anderen Mitteln schnell zu gesundheitlichen Schäden bei der geliebten Samtpfote führen. Angefangen bei allergischen Reaktionen, bis hin zu lebensbedrohlichen Vergiftungen. Besondere Vorsicht ist bei Teebaumöl und Knoblauch geboten. Präparate für Hunde mit dem Wirkstoff Permethrin, welcher von Hunden gut vertragen wird, können bei Katzen zu lebensbedrohlichen Symptomen führen. Bei Behandlung des Hundes mit einem permethrinhaltigen Produkt kann sogar nur durch das Zusammenliegen von Hund und Katze der Wirkstoff auf die Katze übertragen werden und zu Vergiftungserscheinungen führen. Bei aller Hilfestellung durch medizinische Präparate und Prophylaxeprodukte sollte nicht vergessen werden, dass ein aufmerksamer Halter durch genaues Beobachten seiner Katze die erste und wichtigste Instanz ist, um einen Parasitenbefall rechtzeitig zu erkennen und um ihn damit bestmöglich behandeln zu können. So können Mensch und Katze die milden Tage in vollen Zügen genießen.

Erschienen in Garten Flora, Ausgabe 03/2017