Der Heimtiermarkt bietet eine regelrechte Fülle an Katzenstreu-Sorten: Klumpstreu, Hygienestreu, Silikatstreu, mit Duft, ohne Duft, recyclebare Streu, feinkörnige, grobkörnige, Streu aus Holzresten, Naturstreu, Granulate und, und, und. Ich persönlich fand es trotz gut gemeinter Tipps und Ratschlägen von Katzenfreunden extrem schwierig die für mich und meine Katzen perfekte Katzenstreu zu finden und habe zahlreiche Sorten getestet und im Internet recherchiert. Auch wenn Du schon aufgegeben und Dich bereits mit einem mehr oder weniger müffelnden Katzenklo abgefunden hast, möchte ich Dich dazu anregen Dich neu mit dem Thema Katzenstreu zu beschäftigen. Es lohnt sich!

 

Katzenstreu-Gekrümel vermeiden

Ob und wieviel Katzenstreu von Mieze aus der Katzentoilette gescharrt wird, hat mit Sicherheit viele verschiedene Ursachen. Bevor man sich aber damit abfindet, immer und überall Krümel liegen zu haben, lohnt es sich verschiedenes auszuprobieren.

  • Füllhöhe in der Katzentoilette prüfen: Zu viel Streu kann ebenso Ursache sein wie zu wenig Streu
  • Mieze hat viel Pfotenfell in dem sich die Streu hartnäckig hält: Katzentoilettenvorleger ausprobieren
  • Gesundheit beobachten: Durchfall oder Blasenentzündung können das Scharren verstärken
  • Die Katzentoilette anpassen: Ein großes Modell mit Haube hält schon viel Streu in Schach
  • Die Katzenstreu ist besonders leicht: Eventuell bringt ein Wechsel der Streu Abhilfe

Aber bitte nicht zu viel experimentieren. Erst mal beobachten, nachdenken und dann das naheligendste ausprobieren. Und wenn gar nichts hilft: Mit einem Schaumstoffbesen und einem Akkusauger lassen sich die Krümel ganz schnell beseitigen.

Tipps für die Suche nach der richtigen Katzenstreu:

Auch wenn Katzenstreus (fachlich korrekt heißen sie KatzenSTREUEN…) verschiedener Anbieter sehr ähnlich oder sogar gleich aussehen, haben sie nicht unbedingt die gleichen Eigenschaften. Die Geruchsbindung und Klumpenbildung kann bei zwei vollkommen identisch aussehenden Streusorten vollkommen unterschiedlich sein.

  • Die Lieblings-Katzenstreu der besten Freundin, muss bei den eigenen Katzen nicht ebenso gut funktionieren. Die Umgebungsbedingungen der Katzentoilette spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Zusammensetzung des Katzenurins.
  • Natürlich beeinflusst auch das Katzenfutter die Intensität des Urin- und Kot-Geruchs auf der Katzentoilette.
  • Unter einer Katzentoilette mit Haube kann sich schlechter Geruch schnell konzentrieren. Steht die Katzentoilette in einer Ecke wo wenig Luftzirkulation herrscht, musst Du besonders auf gutes Lüften achten.
  • Teure, hochwertige Katzenstreu kann im Endeffekt billiger sein, da man sie seltener komplett austauschen muss oder sie bessere Klumpeigenschaften hat und deshalb sparsamer im Verbrauch ist. Schrecke also nicht vor dem auf den ersten Blick höheren Preis zurück.
  • Wenn die Suche nach der besten Katzenstreu länger dauert (so wie bei mir damals) lohnt es sich darüber Buch zu führen und genau aufzuschreiben, welche Streu man schon ausprobiert hat und mit welchem Ergebnis. In der Testphase solltest Du möglichst nicht das Futter wechseln.
  • Trinkt Deine Katze genug? Wie bei uns Menschen, ist auch der Katzenurin stärker konzentriert, wenn Deine Katze wenig trinkt.

Vergiss bei der Suche nach der perfekten Katzenstreu nicht, dass in erste Linie Deine Katze die Streu mögen muss. Und teste nicht zu schnell hintereinander wie wild alle möglichen Sorten. Denn das mögen viele Katzen nicht, insbesondere die älteren Katzen darunter, die schon lange an eine bestimmte Sorte gewöhnt sind.

 Neben der Katzentoilette kann der Geruch auch aus Deinem Mülleimerkommen. Auch wenn Du immer alles fein säuberlich in Tütchen verpackst und verknotest, dringt der Geruch früher oder später durch die meisten herkömmlichen Tüten hindurch. Gewöhne Dir am besten an den kleinen Beutel direkt im Hausmüll zu entsorgen. Wenn Dir das zu viel Arbeit ist, kannst Du es auch mal mit einem luftdichten Windeleimer oder einem speziell für Katzentoiletten-Abfälle erfundenen Mülleimer probieren. Aber sicherlich gehst auch Du einmal am Tag vor die Tür und kommst am Hausmüll vorbei…

Falls Du schon länger ein Katzenklo in Gebrauch hast und es erst seit neustem etwas schlechter riecht, kann es auch ganz einfach am Verschleiß der Katzentoilette liegen. Denn im Laufe der Zeit entstehen durch das Scharren der Miezen feine Kratzer im Boden. In diesen Rillen kann sich Kot oder Urin absetzen, so dass trotz regelmäßiger Reinigung schlechte Gerüche entstehen. Nach 1-2 Jahren ist es vollkommen normal, wenn die Katzentoilette abgenutzt ist. Ersetze ssie dann einfach durch eine Neue.

Stichwort Unsauberkeit: Weigert sich Deine Katze beharrlich ihr Katzenklo überhaupt aufzusuchen, kann auch das an der Katzenstreu liegen. Zum Beispiel dann, wenn Du stets grobkörnige Streu verwendet hast und Deine Katze mittlerweile größer und somit schwerer geworden ist. Die groben Körner können dann recht unangenehm auf die Katzenpfoten drücken und Schmerzen verursachen. Versuche es dann einmal mit feiner Streu. Oder hast Du vielleicht einfach die Streu gewechselt, ohne Deine Katze zu fragen? Viele Katzen mögen das gar nicht und reagieren darauf mit Unsauberkeit. Wichtig bei der Umstellung auf eine neue Katzenstreu ist es dabei langsam vorzugehen und Stück für Stück umzusteigen. Fülle dazu einfach beim Nachfüllen die alte Streu mit neuer auf, damit sich Deine Katze an den Geruch und die Haptik der neuen Streu gewöhnen kann.