Schwangerschaft, Baby & Katze

Wäre es nicht schön, wenn die Abgabe einer Katze wirklich nur aus gutem Grund geschehen würde? Wenn Mensch und Katze sich gemeinsam auf das neue Familienmitglied vorbereiten könnten? Wenn sich die werdende Mutter von ihrer Katze unterstützen und stärken lassen könnte, ohne dabei von ihrem Umfeld durch Horrorgeschichten und zweifelhafte Ratschläge in Sorge gebracht werden würde? Genau das ist Ziel meines Buchs “Schwangerschaft, Baby & Katze”.

  • Aufklärung für entspannte, werdende Mütter, die sich gemeinsam mit ihren Katzen auf das Baby freuen
  • Anregungen für einen fürsorglichen und mitfühlenden Umgang mit Baby und Katze
  • Tipps für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Katze
  • Vorbereitung und Hilfestellung für etwaige Sondersituationen
  • Verminderung der Abgabequote von Katzen allein aufgrund einer Schwangerschaft

Dieses Buch ist noch in Arbeit. Es erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2019.

Kannst du mir helfen?

Entweder durch Teilnahme an der Umfrage, wenn du selbst zum Zeitpunkt deiner Schwangerschaft bereits Katzenhalterin gewesen, Hebamme oder Frauenarzt/-ärztin bist. Oder auch durch Weiterleiten und Teilen der Umfrage in deinem Netzwerk.

Schwanger mit Katze

Ist die Menschenfamilie noch nicht komplett, so nehmen Katzen nicht selten den Platz eines Kindes ein. Sie werden geliebt, umsorgt und für die Halter ist ein Leben ohne sie meist undenkbar. Doch kündigt sich menschlicher Nachwuchs an, ist es oft ganz schnell vorbei mit der kätzischen Familienidylle. Denn Verwandte, Bekannte und sogar auch einige Ärzte empfehlen der werdenden Mutter sich umgehend von ihren geliebten Katzen zu trennen.

  • “Zu hoch das Risiko einer Toxoplasmose.”
  • “Zu riskant für das Neugeborene, aufgrund möglicher Kratz- und Bissverletzungen.”
  • “Zu unhygienisch für den nahen Umgang im Haushalt.”

Diese und weitere Aussagen aus dem Umfeld veranlassen viele Schwangere dazu sich tatsächlich von ihren Katzen zu trennen. Dem ungeborenen Baby zu Liebe. Und vor allem aus Angst eine folgenschwere Entscheidung falsch getroffen zu haben. Ganz getreu dem Motto: “Sicher ist sicher!”

Wer mit seinen Katzen ein enges und vertrauensvolles Verhältnis pflegt, der wird jedoch sicher bestätigen, dass in der emotional aufregenden Zeit einer Schwangerschaft gerade die vertraute Katze an der Seite viel Kraft und Ruhe geben kann. Einmal ganz davon abgesehen, dass die Abgabe in den meisten Fällen gar nicht notwendig ist. Denn viele Risiken sind individueller Natur und treffen im Einzelfall nur selten zu. Außerdem gibt es jede Menge Sicherheitsvorkehrungen, mit denen der Lebensabschnitt “schwanger mit Katze” für die werdende Mutter und auch für ihr ungeborenes Baby ohne besondere Risiken erlebt werden kann.

Was tun im Fall “schwanger mit Katze”?

Zuerst einmal heißt es Ruhe bewahren und lediglich die Reinigung der Katzentoilette entweder von einem Mitbewohner oder selbst mit Mundschutz und Handschuhen bewappnet durchzuführen. Im nächsten Schritt sollte der Frauenarzt des Vertrauens im Rahmen der üblichen Vorsorgeuntersuchungen einen Toxoplasmosetest durchführen. In den meisten Fällen hat die werdende Mutter bereits eine Toxoplasmose durchlebt, so dass für das Ungeborene keine Gefahr besteht.
Tritt der Fall ein, dass die werdende Mutter noch keine Toxoplasmose durchlebt hat, gilt es die Hygienemaßnahmen hinsichtlich Reinigung der Katzentoilette, aber auch Gartenarbeit (!) weiter fortzuführen.

Der seinerseits gut aufgeklärte Frauenarzt, klärt über die Möglichkeiten und Sicherheitsvorkehrungen auf, ohne auf die Abgabe der Katze zu drängen!

Vorbereitungen treffen

Neun Monate Zeit geben Raum für Überlegungen und Planung rund um das Baby. Warum nicht auch für das Zusammenleben mit der Katze? Es ist zu erwarten, dass wenn das Baby erst einmal da ist, es vorrangig um das Menschenkind geht. Folglich ist es ratsam schon im Vorfeld zu überlegen, wie man diese Zeit für seine Katze gestalten kann. Das neue Kinderzimmer, welches sicherlich zuvor von der Katze mitgenutzt wurde, sollte nicht erst nach Geburt des Babys zur Tabuzone erklärt werden. Wenn sich die Katze im Vorfeld bereits daran gewöhnen konnte und eventuell neue, zusätzliche Katzenmöbel an anderen bekommen hat, wird dies nicht negativ mit dem Baby in Verbindung gebracht.

Aber es gibt noch viele andere Bereiche in denen eine gute Organisation und Planung hilfreich ist. So sollte sich die junge Familie auch darüber Gedanken machen, wie sie im Falle von Komplikationen mit der Katze umgehen wird. Denn Entscheidungen in Stresssituationen sind niemals eine gute Idee. Bevor man also die Katze nach einer gemeinsamen, erfolgreichen Zeit der Schwangerschaft dann doch abgibt, weil man sich den Anforderungen nicht gewachsen sieht, ist es gut sich im Vorfeld zu informieren mit was zu rechnen ist und was im schlimmsten Fall passieren kann. So kann man auch ersten Problemen schnell entgegenwirken und der Katze gegenüber verständnisvoll reagieren.

Wenn das Baby kommt

Viele Katzen gehen, entspannte Halter vorausgesetzt, ebenso entspannt mit dem Neuankömmling um. Hier gilt es einen vertrauensvollen und verständnisvollen Umgang mit seinen Katzen zu pflegen, sie nicht auszugrenzen und auch weiterhin für sie da zu sein. Auch für die Katzen beginnt mit dem Baby ein neuer Lebensabschnitt. Es wird unter Umständen deutlich lauter und lebendiger im Haushalt zugehen. Besondere Rückzugsorte und ein kontrolliertes Kennenlernen von Baby und Katze ermöglicht beiden ein sanftes Kennenlernen.

 

Sabine Ruthenfranz beschäftigt sich seit vielen Jahren professionell mit den Bedürfnissen von Katzen. Mit Cat-Competence.de unterstützt sie ihre Kunden im Marketing, baut Homepages und berät auch Hersteller bei der Produktentwicklung für Katzenzubehör. Darüber hinaus schreibt die mehrfache Buchautorin für Zeitschriften und Magazine und ist als Dozentin für den Zoofachhandel tätig. Mit dem Miau Katzen-Podcast hat sie einen Online-Radiosender ins Leben gerufen, um Haltern auf unterhaltsame Art und Weise mehr Hintergrundwissen für ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Katze zu vermitteln.