Erschienen in Garten Flora, Ausgabe 02/2017

Der Winter ist nicht gerade die beliebteste Jahreszeit für uns Menschen. Mit seinen dunklen, nassen und kalten Tagen wünschen wir uns meist ganz schnell wieder den Frühling herbei. Auch unsere Katzen können sich mit Sicherheit Schöneres vorstellen als sich nasse Pfoten zu holen. Dennoch lockt sie auch im Winter die Abenteuerlust nach draußen. Mit ein paar Tipps kann man die ungeliebte Zeit für Mensch und Katze noch etwas angenehmer gestalten.

Katzen mit Freigang erleben den Übergang der Jahreszeiten in kleinen Schritten und passen ihren Tagesablauf an die saisonalen Gegebenheiten an. Je nach individueller Vorliebe bleiben sie lieber in der Nähe des Hauses, so dass sie im Falle eines Falles schnell wieder ins Warme gelangen können. Aber auch, wenn sie auf großen Abenteuern sind, braucht man sich um seine gesunde und agile Katze keine allzu großen Sorgen zu machen. Die Samtpfoten kennen die Umgebung mit all ihren Schlupfwinkeln wie ihre Westentasche und finden immer einen sicheren Ort zum Unterstellen. Zudem entwickelt sich mit dem Rückgang der Temperaturen ein ausreichend schützendes Winterfell, so dass sie gut gegen das ungemütliche Winterwetter gewappnet sind. Von manch einem Dosenöffner wird die Wintersaison hingegen als deutlich unangenehmer empfunden. Denn es scheint unvorstellbar, dass die geliebte Mieze bei für unser Empfinden klirrender Kälte, im Dunklen und mutterseelenallein wirklich noch ihren Spaß haben kann. Besorgte Blicke aus dem Fenster nach Einbruch der Dunkelheit sind bei Katzenhaltern dann keine Seltenheit. Auch kann der eine oder andere Zweibeiner kein Auge zutun, so lange der schnurrende Liebling noch „on tour“ ist. In diesem Fall hilft es rechtzeitig die Fütterungszeiten an die dunklen Tage anzupassen, so dass die Fellnasen möglichst zur erwarteten Zeit wieder zuhause sind.

„Tür auf, Tür zu“

Andersherum kann es jedoch auch zu Unstimmigkeiten kommen. Dann nämlich, wenn die Katze zwar zuhause im Trockenen ist aber des Nachts wieder rausgelassen werden möchte. Oder doch nicht? Nicht immer ist sie sich genau darüber im Klaren. Lieber drinnen im Warmen bleiben oder ist es vielleicht draußen doch spannender? Das „Tür auf, Tür zu“-Spiel kennt wohl ein jeder Katzenhalter und bei kalten Temperaturen kann es etwas unangenehm werden. Die Entscheidung der Katze „will ich raus“ oder „bleibe ich lieber drinnen“ muss reiflich überlegt werden, es sei denn, sie verfügt über einen eigenen Eingang in Form einer Katzenklappe. Und genau aus diesem Grund bleibt sie gerne bei geöffneter Terrassentür auf der Türschwelle stehen, um so mehr Zeit für diese wichtige Entscheidung zu haben, während der Zweibeiner barfüßig wartend kalte Füße bekommt. Eine fest installierte Katzenklappe kann Abhilfe schaffen und dem abenteuerlustigen Vierbeiner ein großes Stück Eigenständigkeit geben und dem Halter das ewige „Tür auf, Tür zu“-Spiel ersparen. Technisch ausgeklügelte Systeme können mittlerweile sogar dafür sorgen, dass nur die eigene Katze Zutritt ins traute Heim bekommt. Trägt die Katze einen Registrierungschip im Nacken, kann dieser wie ein Hausschlüssel verwendet werden, so dass sich die Katzenklappe nur öffnet, wenn auch die richtige Katze mit aktiviertem Chip davor steht. Fremde Katzen aus der Nachbarschaft haben somit keinen Zutritt. Außerdem erlauben manche Modelle sogar einen zeitgesteuerten Ein- und Ausgang. Das kann wirklich praktisch sein. Ohne Katzenklappe bedeutet ein Ausflug nach draußen für die wärmeliebende Mieze unter Umständen dem schlechten Wetter ausgesetzt zu sein und abwarten zu müssen, bis sie wieder hereingelassen wird. Ein wärmeisoliertes Katzenhaus ist dann eine gute Möglichkeit um für sie die Wartezeiten so angenehm wie möglich zu gestalten.

Ausflug auf den Katzenbalkon

Wohnungskatzen erleben den Wechsel der Jahreszeiten in etwas abgeschwächter Form. Aber selbstverständlich bekommen auch sie mit, dass die Tage kürzer werden und es sich die Menschen nun mehr als sonst auf der Couch gemütlich machen. Der im Sommer ausgiebig genutzte Balkon bleibt dann oft verschlossen. Aber warum eigentlich? Auch in Herbst und Winter bringt ein Balkonausflug Spaß und Abwechslung in den tristen Alltag der dunklen Jahreszeit. Blätter jagen, im Schnee pfoteln oder einfach frische Luft schnuppern sind beliebte Beschäftigungen. Auf einer warmen Unterlage, wie zum Beispiel einem Liegebrett oder einem Körbchen, lässt es sich prima aushalten. Um die Heizkosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben, wird die Balkontüre angelehnt oder verschlossen. Wer als fröstelnder Zweibeiner nicht mit nach draußen mag, wartet drinnen entweder bis die Fellnasen von selbst wieder in die Wohnung möchten oder holt sie nach einer gewissen Zeit einfach wieder rein. Um Katzen sicherer Pfote auf den Balkon zu lassen, sollte dieser genau wie im Sommer auch abgenetzt sein um Abstürze zu vermeiden. Dies kann auch im Winter noch nachgeholt werden. Es lohnt sich und macht viel Freude den Katzen solch einen Zusatzraum einzurichten.

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