❤ Erlebnistag Katze – Seminar am 17.11.2019

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Pflanzengefahren Herbst / Winter

Viele Pflanzengefahren in Herbst und Winter holen wir uns selbst nach Hause. Aber auch lieb gemeinte Mitbringsel von Familie und Freunden bringen zusätzliche Gefahren für unsere Katzen in das traute Heim.

Wenn die Tage kürzer sind und die Natur draußen wieder etwas trister erscheint, machen wir Menschen es uns gerne in den eigenen vier Wänden gemütlich. Neben Tee bei Kerzenschein, ist auch die Herbst- bzw. Winterdekoration in vielen Haushalten fester Bestandteil dieser Jahreszeit. Teilt man sein Heim mit Katzen, muss man allerdings aufpassen, denn mit dekorativen Beerenzweigen und Gestecken holt man sich häufig auch giftige Gefahrenquellen ins Haus. Ein Großteil der beliebten Pflanzen ist leider giftig, so dass es zuerst einmal wichtig ist die Gefahrenquellen zu (er-)kennen, um seine Katzen nicht unnötigen, neuen Vergiftungsgefahren auszusetzen.

Grüne Pflanzen sehen nicht nur schön aus, sondern stehen auch als Symbol für neues Leben, Weihnachtspflanzen sogar für neue Lebenskraft. Sie sollen die Hoffnung auf die alljährlich neu erwachende Natur erhalten und Leben symbolisieren. Kein Wunder also, dass wir Menschen uns nur allzu gerne Pflanzen in unser Heim holen, um die triste Jahreszeit etwas lebendiger zu gestalten. Die dunkle Jahreszeit ist aber auch für unsere Katzen mit gewissen Umstellungen verbunden. Sicher entgeht auch ihnen nicht, dass die Tage kürzer sind als im Sommer und dass insgesamt weniger los ist. Gerade die Wohnungskatzen sind davon betroffen, wenn ihre Menschen viel früher als sonst träge auf der Couch liegen und nur wenig Lust verspüren mit ihnen noch eine Runde durch die Wohnung zu toben.

Dolly im Schnee

Langeweile ist der größte Feind

Geöffnete Fenster zum Lauschen und Beobachten? Fehlanzeige, viel zu kalt. NächtlicheAusflüge auf den Katzenbalkon? Nein, auch dort ist nicht mehr so viel los und die Menschen huschen nur kurz nach draußen, um dort nach dem Rechten zu sehen. Es wird gemütlicher, aber in vielen Fällen auch viel, viel langweiliger für die Katzen. Und mit Langeweile steigt tendenziell auch die Gefahr an Dingen zu knabbern, an denen Mieze sonst allenfalls geschnuppert hätte.

 

Mitbringsel und Dekoration

Katzengras aufzustellen ist immer eine gute Idee, um Wohnungskatzen vom Knabbern an anderen, eventuell giftigen Pflanzen abzulenken. Aber eine Garantie dass dieses Ablenkungsmanöver klappt gibt es nicht, so dass man sich auf keinen Fall darauf verlassen sollte. Besser ist es, sich die dekorierten Blumensträuße und Gestecke genau anzusehen, zu ermitteln um welche Pflanzen es sich handelt und so festzustellen, ob im Falle von Giftpflanzen weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen. Ganz verzichten muss man auf die dekorativen Pflanzen also nicht, aber bei der einen oder anderen Pflanze ist es sinnvoll sie zumindest nicht in Reichweite der Katze aufzustellen.

 

Oleander ist für Katzen extrem giftig

Vergiftungsgefahr durch „Wintergäste“

Auch das Überwintern von Kübelpflanzen kann zur Gefahr werden. Dann nämlich, wenn ansonsten im Garten aufgestellte Giftpflanzen zum Schutz vor Frost in den Wohnbereich geholt werden. Der sehr beliebte und deshalb auf vielen Terrassen verbreitete Oleander ist so eine Giftpflanze, die unbedingt aus der Reichweite von Katzen ferngehalten werden sollte. Das Gift des Oleanders soll in etwa dem Gift des Fingerhuts entsprechen. Oleander ist so stark giftig, dass er bei einer Katze leicht zum Tod durch Atemstillstand führen kann.

 

Amaryllis ist sehr giftig für Katzen

Vergiftungsgefahr aus Gestecken und aus der Vase

Gestecke, Kränze und Sträuße werden oft mit immergrünen Zweigen versehen. Dabei handelt es sich oft um Zweige giftiger Thujaarten, die umgangssprachlich auch „Lebensbaum“ genannt werden.
Prinzipiell kann natürlich alles, was in dekorativen Gestecken verarbeitet wurde auch in der Vase auftauchen. Im Winter geht jedoch besonders von der Amaryllis (Hippeastrum species/Amaryllis belladonna), der Christrose (Helleborus niger) und auch den Lilien (Lilium species) eine große Gefahr aus, da diese Pflanzen zu dieser Zeit gerne in der Vase aufgestellt werden und allesamt stark giftig sind.

 

Vergiftungsgefahr durch „Naturspielzeug“

Hier und da wird empfohlen seinen Katzen vom Waldspaziergang etwas mitzubringen. Spannende Gerüche und Mitbringsel aus der Natur können in der Tat eine wunderbare Bereicherung des tristen Wohnungsalltags sein. Aber auch hier lauern Vergiftungsgefahren. Umweltverschmutzung, Biozide, Pestizide und andere giftige Substanzen, können eigentlich ungiftige Pflanzen und Pflanzenteile verunreinigen und giftig werden lassen. Und es gibt auch heimische Bäume, deren Pflanzenteile besser nicht zum Spielen verwendet werden sollten. Alle Pflanzenteile der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum), besonders die grünen Fruchtschalen der Kastanie, sind stark giftig. Und auch Blätter und Früchte der Eiche (Quercus robur) sind giftig und eignen sich nicht zum Knabbern und darauf Herumkauen. Für mit Laub gefüllte Raschelkisten zum Spielen also besser die Blätter von Apfel, Birne oder Kirsche nehmen, aber auch das Laub der Linde ist unbedenklich.

 

Ein paar Hinweise zum Weihnachtsbaum

Viele Nadelhölzer (Coniferae) enthalten giftige Stoffe, so auch Tannen, Fichten, Kiefern und Lärchen. Ein regelmäßiges Beknabbern oder darauf Herumkauen kann demnach ein gesundheitliches Risiko darstellen. Ebenso enthält das Tannenbaumwasser im Weihnachtsbaumständer Giftstoffe und sollte von den Katzen nicht getrunken werden. Ein umgestülpter Karton mit Loch in der Mitte kann die Gefahrenquelle absichern.

Weihnachtsgesteck mit giftiger Thuja
Giftiger Efeu ist Bestandteil vieler Gestecke
Weihnachtsstern ist für Katzen giftig

Giftpflanzen Herbst / Winter:

  • Lebensbaum (Thuja species)
  • Alpenveilchen (Cyclamen persicum)
  • Amaryllis (Hippeastrum species / Amaryllis belladonna)
  • Azalee (Rhododendron species)
  • Beereneibe (Taxus baccata)
  • Buchsbaum (Buxus sempervirens)
  • Christusdorn (Euphorbia milii)
  • Christuspalme (Ricinus communis)
  • Christrose (Helleborus niger)
  • Efeu/Zimmerefeu (Hedera helix)
  • Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)
  • Immergrün (Vinca minor)
  • Lampionblume/Physalis (Physalis alkekengi / Physalis peruviana)
  • Liguster (Ligustrum vulgare)
  • Mistel (Viscum album)
  • Sauerklee/Glücksklee (Oxalidaceae)
  • Wacholder (Juniperus sabina)
  • Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima)

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