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Im Simon’s Cat Blog wurde anlässlich der National Gardening Week eine Mini-Katzenpflanzenliste veröffentlicht. Meine liebe Kollegin Tina Krogull (Meine Katze und ich), ihres Zeichens Bach-Blüten-Beraterin für Tiere, war so nett und hat mir den Link an meine Facebook-Timeline mit folgender Frage gepostet:

„Was sagt die Expertin zu der Liste 😺?“

An dieser Stelle schon mal lieben Dank für den Titel der „Expertin“ 😉

Ich habe unterwegs einen kurzen Blick auf den Blogartikel geworfen und aufgrund der Kürze der Liste erst einmal gedacht: „So weit alles prima.“ Da ich allerdings weiß, dass beim Thema Katzenpflanzen der Teufel im Detail liegt und so schnell Missverständnisse entstehen und ich auch nicht alle englischen Namen sofort übersetzen konnte, habe ich mir den kurzen Artikel noch einmal ganz in Ruhe angesehen. Und dabei sind mir dann doch ein paar Anmerkungen und Ergänzungen eingefallen, die ich euch in diesem Artikel mitteilen möchte.

Auf der Liste von Simons’s Cat stehen folgende Pflanzen:

  1. Cat Mint
  2. Cat Nip
  3. Lemongrass
  4. Cat Grass
  5. Valerian
  6. Pennyroyal

1. und 2. „Cat Mint“ und „Cat Nip“

Bei „Cat Mint“ und „Cat Nip“ habe ich erst nach mehrmaligem Lesen verstanden, dass es sich hier nicht um eine witzig gemeinte Wiederholung handelt, sondern tatsächlich „Cat Mint“ und „Cat Nip“ als zwei verschiedene Pflanzen aufgeführt wurden. Bei uns werden die Bezeichnungen „Katzenminze“ und „Catnip“ ja eigentlich synonym benutzt. Hier verbergen sich jedoch hinter den englischen umgangssprachlichen Bezeichnungen einfach zwei Katzenminzesorten.

Mit „Cat Mint“ ist offenbar die weiße (kleine) Katzenminze (Nepeta nepetella) gemeint und mit „Cat Nip“ offenbar die großblütige Katzenminze (Nepeta grandiflora). Wieder etwas dazu gelernt, obwohl ich die Frage nach der englischen Übersetzung des Trivialnamens bzw. des umgangssprachlichen Namens nur auf Basis einer kleinen Internetrecherche beantworten kann. Das Thema der deutschen Trivialnamen und ihren Tücken, habe ich ja bereits in meinem Buch Katzenpflanzen ausführlicher thematisiert.

Tina, vielleicht magst du da als „Halbmuttersprachlerin“ etwas zu den genannten umgangssprachlichen, englischen Namen „Cat Mint“ und „Cat Nip“ kommentieren? Hast du diese beiden Begriffe bisher auch so verwendet?

3. Lemongrass

Das Lemongrass, zu deutsch Zitronengras gehört zu den Süßgräsern. Man kennt es vor allem als Würzpflanze in der Asiatischen Küche.Ich hatte selbst schon eine ganze Zeit ein Zitronengras auf dem Katzenbalkon. Bis zu dem Moment als mein Kater Pauli einen unersättlichen Appetit darauf bekam und ich meine Mühe hatte ihn vom täglichen verzehr abzuhalten.

Auf dem Foto das ist übrigens mein Pauli mit dem mittlerweile verbannten Zitronengras. Es flog vom Balkon, da es bei zunehmender Größe äußerst scharfkantige Blätter entwickelt. Ein Problem was wir Katzenhalter ja leider von vielen Gräsern kennen, die oft gerade aufgrund ihrer Knackigkeit von den Katzen bevorzugt werden. Stark giftige Inhaltsstoffe für Katzen sind mir nicht bekannt, aber ich würde es bei regelmäßigem Verzehr wegstellen, da es wirklich sehr scharfkantige Blätter hat, die zu Reizungen und Verletzungen bis hin zu Magenschleimhautentzündungen führen können. Auch das Steckenbleiben solcher starren Grashalme im Hals-Rachenraum wird ja immer wieder diskutiert. Also eher keine Empfehlung für den Katzenbalkon.

4. „Cat Grass“

„Cat Grass“, also Katzengras wurde von mir ebenfalls schon in meinem Buch als „Sammelbegriff“ beschrieben, denn unter dem Begriff Katzengras sind zahlreiche, verschiedene Gräser bekannt und im Handel erhältlich. Wenn man nach der Beschreibung in Simon’s Cat Artikel geht, ist hier „Keimgras“, vermutlich aus Weizensamen, gemeint. Wenn die Miezen es mögen, stellt dies eines der geeignetsten Katzengräser dar, da es eben weich und nicht scharfkantig ist. Leider mögen dies viele Katzen nicht so gerne.

5. Valerian

Die Wurzel des Baldrians stellt für viele Katzen den Gipfel der Genüsse dar. Für mich riecht sie nach wie vor nach nassem Hund und Käsefuß. Die Pflanze selbst soll unbedenklich sein und die meisten Katzen interessieren sich nicht besonders dafür. Was in der Tat stimmt, ist der Hinweis „Easy to grow“. Denn nach der Blüte entwickeln sich recht schnell kleine, fliegende Samen, die sich wie verrückt in jeder Ecke aussäen. Hier sollte man wirklich aufpassen, dass sich der Baldrian nicht zur Plage im eigenen Garten oder der des Nachbarn entwickelt und die Blüten recht früh abschneiden. Den Blütenduft würde ich persönlich nicht mit Vanille beschreiben, sondern eher extrem blumig, in Richtung Jasmin, was nicht jeder so gerne mag. Für Katzenbalkon oder -garten ist der Baldrian meiner Meinung nach geeignet und auch optisch reizvoll.

6. Pennyroyal

Hinter dem englischen Begriff “Pennyroyal” verbirgt sich die Poleiminze (Mentha pulegium L.) und hier wird es interessant. Denn die Poleiminze gilt, so steht es auch im Simon’s Cat Artikel, als giftig. Allerdings wird im Artikel auch kurz angemerkt, dass sie ein natürliches Flohmittel sei. Wie bei allen „natürlichen“ anti-Zecken, anti-Floh und anderen Heilbringern ist Vorsicht geboten. Denn die Konzentration eines giftigen Stoffes in einer Pflanze kann durchaus schwanken. Mir persönlich wäre es demnach zu riskant eine Poleiminze auf den Katzenbalkon zu setzen. Im Katzengarten stellt sich immer die Frage nach dem Risiko, der Knabberfreudigkeit der Katzen, den eventuellen Vorerkrankungen, der Abwechslung im Umfeld etc… Ich würde sie also nicht im Katzenumfeld aufstellen.

Die Poleiminze ist übrigens eher eine Wildpflanze und wird in der Regel nicht im Gartencenter angeboten. Sie wächst an Flüssen und Seen und steht auf der roten Liste der gefährdeten Pflanzen.

Weitere Infos zu meinen Katzenpflanzenbüchern auf: www.katzenpflanzen.de

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