Katzen-Leben-BLOG
Hitzegefahr auch für Katzen
Mittwoch, den 21. Juli 2010 um 09:28 Uhr
Leider geht noch immer das Gerücht um, dass Katzen vollkommen unempfindlich gegen Hitze und Sonneneinstrahlung sind. Aber auch wenn Katzen grundsätzlich gerne in der Sonne liegen ist darauf zu achten, dass Sie sich nicht zu lange im prallen Sonnenschein aufhalten. Gesicherte Balkone oder Gehege im Garten in denen sich die Katzen aufhalten, müssen deshalb immer auch einen Schattenplatz bieten. Bei "Sonnenanbetern" unter den Katzen muss notfalls auch der Mensch eingreifen und die Katze in den Schatten bringen, denn sonst droht die Gefahr eines Hitzeschlags.
Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) hat dazu heute folgende Pressemitteilung veröffentlicht:
PRESSE-INFORMATION
Wiesbaden, 20. Juli 2010 / pma 1410
Deutschland schwitzt: Hund, Katze und Co. brauchen Schatten
Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands gibt Tipps zur Heimtierhaltung im Sommer / Fellpflege sorgt für Abkühlung / Kleintiere und Reptilien fühlen sich auch im Außengehege wohl
Wiesbaden - Heiße Temperaturen locken die Menschen derzeit in Scharen in Freibäder und Biergärten. Doch wie gehen Heimtiere mit der Hitze um? Schatten und ausreichend frisches Trinkwasser sind die wichtigsten Zutaten für eine unbeschwerte Sommerzeit. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) empfiehlt, Heimtiere nicht ungeschützt der prallen Sonne auszusetzen. „Hunde beispielsweise können nicht schwitzen. Deshalb halten sie Temperaturen bis zu 40 Grad höchstens 15 Minuten lang aus“, sagt ZZF-Präsident Klaus Oechsner. Sie können die überschüssige Wärme lediglich durch Hecheln abgeben.
Regelmäßige Fellpflege bei Hunden
Vor allem ältere oder kreislaufgeschwächte Hunde sind bei Hitze gefährdet. Grundsätzlich aber kann jeder Hund einen Hitzschlag erleiden, der ungeschützt der prallen Sonne oder hohen Temperaturen ausgesetzt ist, beispielsweise im Innenraum eines Autos. Temperaturen bis zu 70 Grad sind dort schnell erreicht! Ein geöffnetes Schiebedach oder ein spaltbreit offenes Fenster reichen nicht aus.
Um den Vierbeinern Abkühlung zu gönnen, sei auch eine ausreichende Fellpflege wichtig, sagt Rainer Purwins, Vorsitzender der ZZF-Fachgruppe Heimtierpflege im Salon. Dazu gehören regelmäßiges Kämmen und Bürsten. Hunde mit viel Fell und Unterwolle, wie Pudel, sollten einmal im Monat zur professionellen Fellpflege. „Hundehalter sollten dafür sorgen, dass Luft an die Haut kommt und keine Verfilzungen entstehen“, so Purwins. Bei älteren Hunden mit sehr dichtem Fell kann sogar eine Schur erforderlich sein. Manche Tiere empfinden das Abreiben mit feuchten Tüchern als angenehm. Auch Kühlelemente, die in Tücher gewickelt sind, schaffen Erleichterung. Toben und Gassi gehen sollten außerdem in die Morgenstunden oder in den Abend verlegt werden, damit die Ozonbelastung weder Herrchen oder Frauchen noch dem Tier schaden kann.
Katzen verkraften hohe Temperaturen besser
Im Gegensatz zu Hunden verkraften Katzen hohe Temperaturen besser. Schließlich stammen Hauskatzen ursprünglich aus dem Orient. Direkte Sonneneinstrahlung sollte man dennoch vermeiden. Um sich zu erfrischen, lecken Katzen sich das Fell nass. „Deshalb sollte ein gefüllter Napf mit frischem Wasser stets bereit stehen“, sagt Oechsner. Vor allem weiße Katzen sind gefährdet, einen Sonnenbrand zu bekommen. Hier hilft eine spezielle cortisonhaltige Pflegecreme, falls es doch schon zu spät sein sollte. Sie ist beim Tierarzt erhältlich.
Kleintiere können im Sommer im Freien gehalten werden
Kaninchen und Meerschweinchen können im Sommer ruhig im Freien gehalten werden. Geeignete Freilandgehege, faltbare Ausläufe und wetterfeste Ställe gibt es im Zoofachhandel. Auch Wüstenrennmäuse, Degus oder Streifenhörnchen kann man in ihren Gehegen ab und zu ins Freie stellen. „Die Kleinsäuger sollten langsam an den Aufenthalt im Freien gewöhnt werden, und ein Schattenplatz ist unbedingt einzurichten“, empfiehlt Oechsner. Bei großer Hitze helfen nasse Handtücher, die über Stall oder Käfig gelegt werden. Tierfreunde sollten zudem besonders auf Hygiene achten, denn Fliegen, Würmer und Maden fühlen sich bei Wärme „pudelwohl“. Das Wasser in Badehäuschen und Trinknapf muss öfter gewechselt werden, damit sich keine Bakterien ansiedeln können. Wichtig ist es auch, die Trinknäpfe täglich zu reinigen.
Vögel vertragen keine Zugluft
Vögel, die nicht von selbst baden wollen, kann man vorsichtig mit einem Wasserzerstäuber abduschen. Beim Fensteröffnen muss darauf geachtet werden, dass die Tiere nicht herausfliegen können und kein Durchzug entsteht. Denn Ziervögel vertragen keine Zugluft. Wer Wildvögeln etwas Gutes tun möchte, sollte ihnen in einem Vogelbad oder einer Tränke ebenfalls etwas zu trinken anbieten.
Aquarien und Terrarien in den Schatten stellen
Aquarien sollte man generell nicht in die Sonne stellen, da Sonnenlicht die Algenbildung begünstigt und das Aquarienwasser erwärmt. Terrarientiere wie Landschildkröten oder Echsen können im Sommer ebenfalls in einem ausbruchsicheren Freilandgehege gehalten werden. Voraussetzung ist jedoch, dass die Temperaturen stabil bleiben und es nachts nicht zu stark abkühlt. Ein schattiger Unterschlupf ist dabei jedoch das A und O: „Ein Hitzschlag verläuft für die meisten Reptilien und Amphibien tödlich“, warnt Oechsner. Er rät Heimtierhaltern, sich im Zoofachhandel zu informieren, welche Reptilienarten am besten für die Außenhaltung geeignet sind.
Weitere Infos: www.zzf.de
Sachen gibt's...
Samstag, den 10. April 2010 um 17:30 Uhr
Auch wenn ich in letzter Zeit nicht so viel geschrieben habe, heute kann ich nicht an mich halten ;-) Ich hatte nämlich beim Geld abheben in meiner Bankfiliale ein witziges Erlebnis.
Zur Vorgeschichte: Bereits in der letzten Woche war im Vorraum der Filiale schon richtig Stimmung, als samstags zur "Haupt-Geldabheb-Zeit" der Sicherheitsdienst die Automaten neu befüllte und sich einige Wartende in der Warte-Reihenfolge betrogen fühlten, als der zweite Automat auch noch blockiert wurde. Das war schon sehr unterhaltsam, aber heute war es besser...
Heute: Als mein Mann und ich die Bankfiliale betraten, krabbelte ein extrem muffeliger Mann mit "Bauarbeiter-Dekolleté" auf dem Boden des Eingangsbereichs herum und begrüßte uns motzend an der Tür, da er ständig bei der Arbeit unterbrochen wurde. Mit zausigem Haar teilte er mit, er könne so nicht arbeiten und drohte an die Türe ganz zu verschließen. Dann sahen wir, dass er dabei war die Eingangsfußmatte auszutauschen, also Teppich zu verlegen. Erst auf den zweiten Blick sahen wir, dass er einen grünen Papageien auf der Schulter sitzen hatte. Der Papagei rief fröhlich "Hallo-hallo" und stand im krassen Gegensatz zu dem motzigen Teppichverleger, der sich weiterhin nicht scheute jeden der rein kam erst mal ordentlich anzupöbeln. Wir standen fasziniert in dieser lustigen Runde und beobachteten den Teppichmann mit seinem Papageien, der schließlich zu seinem Vogel meinte "So, und du störst mich jetzt auch, setz dich mal da hin!" und seinen Papageien auf den EC-Automaten vor uns setzte. Der Papagei sagte wieder "Hallo-hallo", setzte sich schneller als wir gucken konnten bei meinem Mann auf den Arm und kletterte dann in Windeseile auf seine Schulter. Den Teppichmann interessierte das nicht weiter. Er suchte seine Utensilien zusammen und brummelte weiter.
Nachdem ich das Erinnerungsfoto von diesem Erlebnis gemacht hatte (ja, das musste sein) nahm der zausige Kauz (man sieht seinen Schopf links im Hintergrund...) seinen Papageien zurück auf seine Schulter und ging zu seinem Auto, welches diskret direkt vor dem Eingang in der Fußgängerzone parkte. Und das hätte ich eigentlich auch gerne fotografiert. Denn über dem Beifahrersitz war ein Ast als Sitzstange für den gefiederten Kopiloten angebracht. Die Situation war so seltsam, dass ich erst dachte wir seien bei "Verstehen Sie Spaß" gelandet. Wer also demnächst eine Aktion mit grünem Papagei im Fernsehen sieht, möge mir bitte per E-Mail bescheid geben ;-)
Die Hafenkatzen von Malaga brauchen Hilfe
Sonntag, den 07. März 2010 um 14:58 Uhr
Vielleicht habt ihr schon gelesen, dass ich im Urlaub auch am Hafen von Malaga vorbei gekommen und dort auf eine ganze Menge wild lebende Katzen gestoßen bin. Da mir meine Neugierde keine Ruhe gelassen hat, habe ich mich per E-Mail an einen spanischen Tierschutzverein, die Tierstation Esperanza, gewandt und nachgefragt ob und wer sich um die Katzen dort kümmert. Nach einer Weile habe ich auch tatsächlich eine Antwort erhalten.
Ein Leben auf der Baustelle - das Revier der Hafenkatzen von Malaga:
Wie schon vermutet, werden die Katzen dort regelmäßig gefüttert. Eine tierliebe Frau (über 60 Jahre alt), die ich schon vor Ort gesehen hatte, kommt täglich um die Katzen zu füttern und mit frischem Wasser zu versorgen. Hin und wieder hat sie Unterstützung von einer weiteren Dame, die sich dann ebenfalls mit Wasser und Futter auf den Weg zu den Katzen macht. Da beide kein Auto haben, nutzen die Katzenfrauen voll bepackte Einkaufsroller. Erfreulicherweise hat sich eine der beiden Frauen mit Hafenamt und Bauunternehmen arrangiert und besitzt sogar einen Schlüssel, so dass sie richtig an die Katzen heran kommen. Offenbar scheinen die Katzen dort zumindest einigermaßen in Frieden leben zu können. Aber es sollten ganz sicher nicht mehr werden.
Fütterung der Hafenkatzen - viel Arbeit für die beiden Tierschützerinnen:

Es sind schätzungsweise 60 Katzen die im Hafen leben und fast alle sind scheu. Viele von ihnen werden nicht alt, da sie schon als Kitten an "Kinderkrankheiten" sterben. Oder sie fallen Autos zum Opfer. Einige der Kitten werden hin und wieder vermittelt, wenn sie früh genug den Kontakt zu Menschen gelernt haben. Aber das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Vor Jahren hat die Tierstation Esperanza eine groß angelegte Kastrations-Aktion in Gang gesetzt. Dabei konnten natürlich nicht alle Tiere gefangen und kastriert werden.
Der zweite Futterplatz - von überall kommen die Katzen herbei:
Jetzt wäre es wichtig, erneut eine Kastrations-Aktion zu starten, damit es dort nicht bald noch mehr Katzen gibt. Die Tierschützer sind derzeit aber stark mit Anti-Stierkampf-Kampagnen beschäftigt. Meine Ansprechpartnerin selbst ist über 70 Jahre alt und schafft es nicht mehr selbst mit zu machen. Es fehlt also an Freiwilligen, die vor Ort beim Fangen und Transportieren der Katzen (Hafen, Tierarzt, Hafen) helfen.
Freiwillige können sich bei der Tierstation Espreranza oder direkt bei meiner Ansprechpartnerin
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